Er nannte es eine Falle, doch für mich war es ein Wunder

Ich (29, weiblich) bin durch eine einmalige Sache schwanger geworden. Ich habe dem Vater gesagt, dass ich das Baby behalte und den gesetzlichen Unterhalt beantragen werde. Er wirft mir nun vor, ich hätte ihm eine Falle gestellt.

Ich leide an einer Krankheit, durch die ich eigentlich unfruchtbar bin – das haben mir die Ärzte zumindest immer gesagt. Vor etwa zwei Monaten hatte ich eine kurze, einmalige Bekanntschaft mit einem Mann. Wegen meiner Diagnose verhüte ich nicht mit der Pille, aber ich habe bei ihm streng auf ein Kondom bestanden. Er wollte es lieber ohne versuchen, aber das habe ich sofort abgelehnt.

Tja, und nun bin ich tatsächlich schwanger. Mein Frauenarzt hat es bestätigt.

Finanziell stehe ich gut da. Ich habe einen festen Arbeitsplatz, Ersparnisse und eine Familie, die mich voll unterstützt. Ich wollte schon immer Mutter werden und das ist jetzt vielleicht meine einzige Chance im Leben. Es stand für mich also nie zur Debatte: Ich behalte das Baby.

Ich habe mich beim Vater gemeldet und ihm die Neuigkeiten erzählt. Ich meinte, dass wir uns gerne gemeinsam um das Kind kümmern können, wenn er das möchte. Ich verstehe aber auch, wenn er keinen Kontakt will. Dann sagte ich ihm, dass ich in jedem Fall den regulären Kindesunterhalt beantragen werde, da dies das Recht des Kindes ist.

Daraufhin ist er völlig ausgerastet. Er sagte, ich müsse das Kind abtreiben und hätte ihn im Vorfeld angelogen. Anscheinend hatte er mich vorher mal ganz allgemein nach meiner Meinung zu dem Thema gefragt, um genau diese Situation zu vermeiden. Ich erinnere mich grob daran, aber er wurde damals nie konkret. Ich sagte ihm damals, dass ich der Meinung bin, dass jede Frau selbst über eine Abtreibung entscheiden darf. Er dachte wohl, das würde automatisch bedeuten, dass ich persönlich jede ungeplante Schwangerschaft sofort abbrechen würde.

Seitdem bedrängt er mich pausenlos, genau das zu tun. Er hat sogar meine Telefonnummer an seine Eltern weitergegeben. Seine Mutter hat mich heute angerufen und mich regelrecht angefleht, die Schwangerschaft zu beenden.

Ich habe beiden ganz klar „Nein“ gesagt. Mein Körper, meine Entscheidung. Meine Familie steht hinter mir und ich kann für dieses Kind auch alleine sorgen. Ich sehe nicht ein, warum seine Panik mir meine vielleicht einzige Chance auf ein eigenes Kind nehmen sollte.

Aber seine heftige Reaktion und der Druck seiner Familie bringen mich jetzt doch ins Grübeln.

Mache ich hier etwas falsch? Wie seht ihr das?

Klicke auf die Schaltfläche unten, um den nächsten Teil der Geschichte zu lesen.

Nach oben scrollen