Sechs Welpen hatte diese angekettete Hündin geboren. Als die Tierretter endlich eintrafen, lebte nur noch einer. Doch der Anblick der Mutter machte alles noch schlimmer.
Alles begann mit einem Anruf, der einer Gruppe von Tierrettern große Sorgen bereitete.
Eine Hündin, die als Wachhund gehalten wurde, brauchte dringend Hilfe. Sie lebte seit längerer Zeit unter schlechten Bedingungen und hatte vor Kurzem Welpen zur Welt gebracht.
Die Menschen, die von ihrer Situation erfahren hatten, waren beunruhigt. Niemand wusste genau, wie es der Hündin und ihren Jungen ging.
Die Helfer machten sich deshalb auf den Weg.
Sie fuhren über abgelegene Straßen zu dem Grundstück, auf dem die Hündin gehalten wurde. Schon während der Fahrt hofften sie, dass sie noch rechtzeitig kommen würden.
Doch auf das, was sie dort erwartete, waren sie nicht vorbereitet.
Neben einer alten Hundehütte lag eine Hündin auf dem nackten Boden.
Ihr Fell war schmutzig und ungepflegt. Ihr Körper wirkte schwach und erschöpft. Um ihren Hals lag eine alte Kette, die ihre Bewegungsfreiheit stark einschränkte.
Als die Helfer näher kamen, hob sie langsam den Kopf.
Sie schaute die fremden Menschen an.
In ihren Augen lag ein Ausdruck, den die Helfer so schnell nicht vergessen würden.
Direkt neben ihr lag ein winziger Welpe.
Er war noch so klein, dass er kaum selbstständig seinen Körper bewegen konnte.
Die Hündin versuchte, sich näher an ihn zu legen.
Doch die Kette hinderte sie daran.
Sie konnte sich nicht richtig um ihren Welpen herumlegen, um ihm die Wärme und Geborgenheit zu geben, die ein neugeborener Hund so dringend braucht.
Immer wieder versuchte sie, eine bequemere Position zu finden.
Doch die Kette ließ es nicht zu.
Schließlich senkte sie den Kopf und berührte den Kleinen vorsichtig mit ihrer Nase.
Die Helfer standen einen Moment schweigend da.
Es war schwer zu ertragen, eine Mutter so zu sehen.
Sie wollte nichts anderes, als sich um ihr Baby zu kümmern.
Aber selbst das wurde ihr durch ihre Lebensbedingungen schwer gemacht.
Als die Helfer sich genauer umsahen, wurde ihnen klar, wie ernst die Situation war.
Die Hündin hatte erst vor Kurzem geboren.
Ihr Körper war noch immer von der Geburt geschwächt. Sie brauchte ausreichend Nahrung, Ruhe und einen sicheren Platz für ihre Jungen.
Doch davon war kaum etwas vorhanden.
Sie lag neben der alten Hundehütte, an der kurzen Kette befestigt, und versuchte, ihren einzigen sichtbaren Welpen zu versorgen.
Die Besitzer hatten sich offenbar nicht ausreichend um sie gekümmert.
Auch eine tierärztliche Untersuchung nach der Geburt hatte nicht stattgefunden.
Für die Helfer war das besonders besorgniserregend.
Denn gerade nach einer Geburt benötigen Muttertiere Aufmerksamkeit und gute Versorgung.
Die Hündin konnte ihre Bedürfnisse nicht selbst erklären.
Sie konnte niemandem sagen, dass sie erschöpft war.
Sie konnte auch nicht darum bitten, die Kette zu lösen.
Alles, was sie tun konnte, war, ihren Welpen so gut wie möglich zu beschützen.
Als sie leise winselte, wirkte es auf die Helfer, als würde sie um Hilfe bitten.
Nicht nur für sich selbst.
Sondern vor allem für das kleine Leben neben ihr.
Die Helfer wussten, dass sie schnell handeln mussten.
Denn ohne eine bessere Versorgung war die Zukunft dieser kleinen Hundefamilie ungewiss.
Zunächst mussten sie mit den Besitzern sprechen.
Das Gespräch war angespannt.
Die Helfer erklärten, warum die Hündin dringend Unterstützung brauchte und weshalb sie unter diesen Bedingungen nicht bleiben sollte.
Sie wollten die Mutter und ihren Welpen mitnehmen, damit beide versorgt werden konnten.
Doch eine Einigung war zunächst schwierig.
Die Zeit verging, während die Helfer versuchten, eine Lösung zu finden.
Schließlich verständigten sich beide Seiten auf eine freiwillige Übergabe gegen eine vereinbarte Zahlung.
Damit konnten die Helfer die Hündin und ihren Welpen übernehmen.
Vorsichtig näherten sie sich der Mutter.
Sie wussten, dass sie gerade erst geboren hatte und besonders auf ihr Junges achtete.
Niemand wollte sie zusätzlich erschrecken.
Behutsam wurde sie von der Kette befreit.
Dann halfen die Retter ihr in den Transportwagen.
Ihr Welpe blieb dicht an ihrer Seite.
Er war so klein und zerbrechlich, dass die Helfer besonders vorsichtig mit ihm umgingen.
Die Mutter beobachtete jede Bewegung.
Sobald ihr Baby wieder bei ihr lag, berührte sie es mit ihrer Nase.
Erst jetzt konnten die beiden gemeinsam das Grundstück verlassen.
Doch die Erleichterung der Helfer war von großer Traurigkeit begleitet.
Denn inzwischen hatten sie erfahren, was mit den anderen Welpen geschehen war.
Die Hündin hatte insgesamt sechs Junge zur Welt gebracht.
Fünf davon waren gestorben.
Nur ein einziger Welpe hatte überlebt.
Diese Nachricht traf die Helfer schwer.
Sie hatten gehofft, eine Mutter mit ihren Jungen retten zu können.
Stattdessen fanden sie eine erschöpfte Hündin, die bereits fünf ihrer Babys verloren hatte.
Niemand konnte diesen Verlust rückgängig machen.
Die Helfer konnten nur noch versuchen, die beiden verbliebenen Tiere in Sicherheit zu bringen.
Während der Fahrt zurück zur Auffangstation blieb die Mutter eng bei ihrem Welpen.
Immer wieder stupste sie ihn vorsichtig an.
Sie legte ihren Kopf neben ihn und achtete auf jede seiner Bewegungen.
Der kleine Hund schmiegte sich dicht an ihren Körper.
Die Helfer beobachteten die beiden und mussten an die fünf Welpen denken, die nicht mehr lebten.
Einige hatten Tränen in den Augen.
Es war ein schwerer Moment.
Doch gleichzeitig gab ihnen der Anblick der Mutter neue Hoffnung.
Trotz allem, was sie erlebt hatte, kümmerte sie sich liebevoll um ihren letzten Welpen.
Sie hatte nicht aufgegeben.
Und die Helfer wollten dafür sorgen, dass sich ihre Mühe gelohnt hatte.
Sie nahmen sich vor, beiden ein Leben zu ermöglichen, in dem sie endlich gut versorgt wurden.
Als die beiden in der Auffangstation ankamen, begann ein neuer Abschnitt ihres Lebens.
Dort warteten saubere Decken, ausreichend Futter und Menschen, die sich um sie kümmerten.
Für die Hündin war vieles ungewohnt.
Sie musste nicht mehr neben der alten Hundehütte liegen.
Sie war nicht länger an die kurze Kette gebunden.
Und sie konnte sich endlich frei bewegen, ohne ständig daran gehindert zu werden, ihren Welpen zu erreichen.
Die Helfer richteten den beiden einen geschützten Platz ein.
Die Mutter konnte sich bequem hinlegen und ihren kleinen Sohn dicht an ihren Körper ziehen.
Zum ersten Mal seit der Rettung wirkte sie etwas entspannter.
Ihr Blick wurde ruhiger.
Sie legte sich neben ihr Baby und begann, es sorgfältig zu putzen.
Der kleine Welpe bekam den Namen Gaedong.
Er war der einzige Überlebende von sechs Geschwistern.
Für die Helfer wurde er zu einem Zeichen der Hoffnung.
Sie wussten, wie schwer der Anfang für ihn gewesen war.
Deshalb beobachteten sie seine Entwicklung besonders aufmerksam.
Seine Mutter bekam nun die Versorgung, die sie brauchte.
Sie hatte einen sicheren Schlafplatz und genügend Nahrung.
Vor allem aber konnte sie endlich das tun, was sie von Anfang an versucht hatte.
Sie konnte sich ohne Einschränkungen um Gaedong kümmern.
Die nächsten Tage verbrachten Mutter und Sohn eng beieinander.
Gaedong war noch sehr klein.
Er brauchte viel Schlaf und die Milch seiner Mutter, um kräftiger zu werden.
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